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Автор Тема: Братская могила Ордруф, земля Тюрингия  (Прочитано 1588 раз)

Вахмистр

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Страна захоронения   ФРГ   
Регион захоронения   Земля Тюрингия   
Номер захоронения в ВМЦ   1716/30   
Первичное место захоронения   округ Эрфурт, г. Ордруф   
Вид захоронения   Братская могила   
Размеры современного места захоронения   40х50 м. Ограждение отсутствует.   
Состояние захоронения   хорошее   
Захоронено всего 5000   
Захоронено известных   -   
Захоронено неизвестных 5000   

Описание памятника (надгробия)   На братской могиле установлен обелиск, выполненный из бетона в виде усеченного конуса (1,5х4 м). Конус поставлен на куб (1,5х1,5 м). Ниже на кубе памятная надпись. На конусе находится табличка:"1941-1945".   
Кто шефствует над захоронением   Бургомистрат   
Дополнительная информация о месте захоронения   Памятник установлен в 1946 г. Советской Армией и Ландратом города. Тех. состояние памятника хорошее.   

https://www.obd-memorial.ru/memorial/fullimage?id=250006597&id1=d12e4907867f0946ee7b671faa88e41d&path=%D0%97%D0%B0%D1%85%D0%BE%D1%80%D0%BE%D0%BD%D0%B5%D0%BD%D0%B8%D1%8F/855/00000001.jpg

https://www.obd-memorial.ru/memorial/fullimage?id=250006598&id1=1dabad9c8566e4d12809343628ad2da3&path=%D0%97%D0%B0%D1%85%D0%BE%D1%80%D0%BE%D0%BD%D0%B5%D0%BD%D0%B8%D1%8F/855/00000002.jpg

https://www.obd-memorial.ru/memorial/fullimage?id=250006599&id1=b282ee03a826eea141fe401406b88d98&path=%D0%97%D0%B0%D1%85%D0%BE%D1%80%D0%BE%D0%BD%D0%B5%D0%BD%D0%B8%D1%8F/855/00000002a.jpg
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...Имя каждого погибшего во время войн должно быть выбито на камне,
а каждый живущий, имеет право знать место захоронения своего погибшего родственника...

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Re: Братская могила Ордруф, земля Тюрингия
« Reply #1 : 04 Января 2016, 18:41:43 »

Для знатоков немецкого языка...


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Das Sonderlager SIII Ohrdruf 1945

 
Nach der Auflösung des Kriegsgefangenenlagers im Frühjahr 1916 wurde das Gelände weiterhin zur militärischen Ausbildung genutzt. Auch zwischen den beiden Weltkriegen wurde der Truppenübungsplatz militärisch genutzt. So befanden sich hier Teile der Infanterieschule, eine Geländesportschule, eine Wehrmachtsoffiziersschule für Bataillons- und Abteilungskommandeure, eine Heeresschule und ein Artillerieregiment.

1943 wurde nördlich des Truppenlagers ein Wehrertüchtigungslager für Hitlerjungen errichtet.

Im November 1944 musste die Wehrmacht den Truppenübungsplatz binnen zweier Tage räumen. Das gesamte Areal wurde von der SS übernommen. Diese errichtete ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald, welches aus verschiedenen Teilen bestand. Das Wehrertüchtigungslager der Hitlerjungen wurde zum sogenannten Nordlager. Aus Teilen des Hauptlagers (ehemalige Pferdeställe) wurde das Südlager. Alles zusammen wurde das Außenkommando S III. Später wurden in der Muna bei Crawinkel die Bunkeranlagen als Unterbringung für Häftlinge genutzt und ein Zeltlager bei Espenfeld errichtet.

Die ersten 300 Häftlinge wurden am 06.11.1944 aus Buchenwald nach Ohrdruf überstellt. Bereits Ende des Jahres 1944 waren mehr als 10.000 Häftlinge in den Lagern, darunter überwiegend Russen, Polen und ungarische Juden sowie Franzosen, Tschechen, Italiener, Belgier, Griechen, Jugoslawen, Deutsche und Häftlinge ungeklärter Herkunft. Bis Ende März waren es an die 20.000 Häftlinge.

Aufgrund des Verwaltungschaos im Lager können keine genauen Zahlen über die Anzahl der Häftlinge und der Verstorbenen gemacht werden. Sie schwanken zwischen einer Lagerstärke von 5.197 am 30.11.1944, 12.250 Häftlingen am 29.12. 1944, 15.566 am 30.01.1945 und 11.008 im April 1945. Die Opferzahlen für direkt im Lager gestorbene oder getötete Häftlinge liegen bei ungefähr 6.000.

Die Häftlinge wurden in den Lagern zu Arbeitskommandos zusammengestellt und unter strenger Bewachung durch die Straßen getrieben. Hier wurden sie zum Teil in Busse und Bahnen verladen und in das Jonastal zur Arbeit transportiert.

„ In Ohrdruf [Anmerkung: gemeint ist die Baustelle im Jonastal ] wurde täglich mehr als 12 Stunden gearbeitet. Zum Ausgraben des Tunnels dienten zunächst primitivste Werkzeuge, z.B. Spaten und Pickel. Es war eine mörderische und gefährliche Arbeit. Die Bewachung wurde von SS-Leuten, die mit Pistolen, Stöcken und Hunden ausgerüstet waren, vorgenommen. Es befanden sich auch einige Zivilarbeiter unter ihnen. Mit Schreien und Schlägen wurden die ausgemergelten Häftlinge zur Arbeit angetrieben und wenn das nicht half, holte die SS die Pistolen und schoss erbarmungslos auf sie." (aus einem Bericht des ehemaligen polnischen Häftlings Leon Kolenda (BWA 31/1053).

Die Lebensbedingungen waren unmenschlich - unzureichende hygienische Bedingungen, Ungeziefer, TBC, Typhus und die erbärmliche Kälte auf dem freiliegenden Bergrücken raubten letzte Lebenskräfte. Häftlinge, die versuchten zu fliehen oder die das geforderte Tempo nicht leisten konnten wurden von ihren Peinigern erschlagen, erschossen oder erhängt. Die Verpflegung war sehr knapp und viele verhungerten bei der schweren Arbeit. Häftlinge, die für die Arbeit nicht mehr einsetzbar waren, wurden nach Bergen-Belsen oder Buchenwald verlegt oder einem eigens dafür errichtetem Krankenlager (einem Pferdestall) zugewiesen, wo sie ohne Essen und jegliche medizinische Versorgung auf ihren Tod warteten. Leichen wurden in einer Baracke gestapelt und mit Kalk überstreut. Am Hainberg in der Nähe des Nordlagers wurde eine Grube für ein Massengrab ausgehoben, in dem etwa 3.500 Opfer von anderen Häftlingen verscharrt werden mussten.

Am 01. April 1945 begann die plötzliche und schnelle Evakuierung des Lagers in Richtung Buchenwald, da die amerikanische Armee immer näher rückte. Um die Gräueltaten im Lager zu vertuschen, mussten Häftlinge die Toten aus den Massengräbern wieder herausholen, um sie dann haufenweise zu verbrennen. Dazu wurde eigens aus Eisenbahnschienen ein riesiger Rost gebaut.

Auf dem mehrere Tage dauernden Todesmarsch kamen viele Gefangene ums Leben. Nur der kleinere Teil erreichte Buchenwald, da Kranke und Schwache, die unterwegs nicht mehr weiter gehen konnten getötet wurden. Bereits am 02. April war das Lager geräumt.

Am 04. April erreichten erste amerikanische Bodentruppen Ohrdruf und Panzer der 4th U.S. Armored Division fuhren durch die Straßen und erreichten auch das Lager.

Der damals 20-jährige Sanitätswagenfahrer Jim Sanders beschreibt seine Gefühle beim Eintreffen im Lager:

„ Am Eingang befanden sich zwei große Stahltore, ungefähr 40 Fuß hoch mit einem angrenzenden Stacheldraht-Zaun an beiden Seiten. Hinter den Toren stoppend waren wir sprachlos - Leichen und verkohlte Körper lagen überall, in der Nähe von etwas wie Baracken, auf nacktem Boden, in Mulden. Auf den Eisenbahnschienen, die in das Lager führten (und dort endeten) waren Leichen hoch aufgetürmt, die nur teilweise verbrannt waren, so als wären sie mit Benzin übergossen worden, aber anscheinend nicht ausreichend, um diese entsetzliche Tat zu vollenden. Und der Geruch - der entsetzliche, penetrante Gestank. [...] Nicht eine lebende Seele konnte gesehen werden, mit Ausnahme von einigen amerikanischen Militärs, die gerade mit ihren Jeeps ankamen." (Jim Sanders: Saving Lives, Saving Memories: A 19-Year-Old Ambulace Driver in the Wake of Patton´s Army. 1. Auflage, Modesto 2009. ISBN 978-0-9655894-6-8. S. 85 f).

Das Lager in Ohrdruf war das erste seiner Art, dass die Amerikaner sahen und es wurde schnell zum Inbegriff nationalsozialistischer Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Am 12. April 1945 inspizierten die amerikanischen Generäle George S. Patton, Dwight D. Eisenhower und Omar Bradley gemeinsam das Lager. Eisenhower schrieb:

„Ich sah mir in dem Lager alles auf das Genaueste an, weil ich es für meine Pflicht hielt, mich so eingehend darüber zu informieren, dass ich jederzeit selbst Zeugnis über diese Dinge ablegen konnte, falls man daheim glauben sollte, die Berichte über die Unmenschlichkeit der Nazi seien reine Propaganda. Einige meiner Begleiter ertrugen den Anblick nicht lange. Ich hielt bis zuletzt aus, und sobald ich am Abend in Pattons Hauptquartier zurückgekehrt war, telegraphierte ich nach Washington und London und drang bei den Regierungsstellen darauf, man solle sofort ohne weitere Umstände eine Reihe von Zeitungsredakteuren und Volksvertretern nach Deutschland schicken. Ich hielt es für richtig, der Öffentlichkeit in Amerika und England diese Beweise unverzüglich zugänglich zu machen, und zwar so, dass für zynische Zweifel keine Raum mehr blieb." (Dwight D. Eisenhower: Kreuzzug in Europa, Amsterdam 1948, S. 467ff).

http://www.ohrdruf.de/index.php?id=122
Записан
...Имя каждого погибшего во время войн должно быть выбито на камне,
а каждый живущий, имеет право знать место захоронения своего погибшего родственника...
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