Разбирал папки и нашел вот такую статью. Откуда она взялась, сейчас уже и не вспомню...
POLITIK: Lob für letzte Ruhestätte
Russischer Botschaftsangehöriger sah sich auf dem Ehrenfriedhof um
RATHENOW - Während sich Chad S. Peterson vorgestern einfach nur mal bei Bürgermeister Ronald Seeger vorstellen wollte (MAZ berichtete), verfolgte Alexey Kaliyanov ein ganz klar umrissenes Ziel. Der Attaché der Botschaft der Russischen Föderation war mit dem Auftrag gekommen, sich über den Zustand des sowjetischen Ehrenfriedhofs in der Ferdinand-Lassalle-Straße zu informieren.
Was Gerhard Range, Leiter des Sachgebietes Grünanlagen, dem jungen Diplomaten zeigte, stimmte diesen zufrieden. Das Areal, auf dem 324 gefallene sowjetische Soldaten im Jahr 1947 ihre letzte Ruhe fanden, macht einen ordentlichen Eindruck. Die Grabsteine sauber, die Inschriften gut lesbar, das Grün drumherum gepflegt. Vor allem der Obelisk inmitten des Gräberfeldes kann sich sehen lassen. „Sehr schön“, sagte Kaliyanov. „Die Stadt hat sich viel Mühe gegeben. Der Friedhof ist in guter Verfassung.“
Das war nicht immer so. Nach der Wende machte der Friedhof einen verwahrlosten Eindruck. Vor allem am Obelisken hatte der Zahn der Zeit genagt, hatte den Boden rissig gemacht und Platten vom Sockel gesprengt. So marode war das Denkmal, dass die Stadt es 2004 einzäunen lassen musste. Vor gut zwei Jahren wurde der unwürdige Zustand beendet. Am 1. Dezember 2008 begann die Sanierung des Obelisken, die im Mai 2009 fertiggestellt wurde. 21 000 Euro hat die Stadt in die Herrichtung des Mahnmals investiert.
Die Zuständigkeit der Stadt für den Ehrenfriedhof wurde bereits zu DDR-Zeiten festgelegt und 1992 noch einmal bekräftigt. In einem Vertrag mit der Russischen Föderation gab die Bundesrepublik eindeutige Zusagen zum Erhalt und zur Pflege sowjetischer Kriegsgräber auf deutschem Boden. In dem Papier ist festgeschrieben, dass die Bundesrepublik Deutschland auf ihre Kosten die Erhaltung und Pflege russischer Kriegsgräber zu leisten hat. Außerdem verpflichtet sich der deutsche Staat, die Umgebung der Kriegsgräberstätten von allen Anlagen freizuhalten, die mit der Würde dieser Stätten nicht vereinbar sind.
Alexey Kaliyanov überzeugte sich davon, dass zumindest in Rathenow die Vertragsklauseln erfüllt sind. So konnte er sich nach der Visite ruhigen Gewissens auf die Rückfahrt nach Berlin machen.
(Von Markus Kniebeler)