Сегодня получил ответ из архива г.Хемер:
Sehr geehrter Herr Kostovarov!
Ich habe wegen des Namens Karpuchin in den hier vorhandenen Listen nachgesehen und musste feststellen, dass die Sterbedaten von einander abweichen oder dass es zwei Personen dieses Namens gegeben hat.
Seit 2000 läuft ein großes deutsch-russisches Projekt zur Erforschung der Namen der sowjet. Kriegsgefangenen in den Dokumenten der Archive.
Von der Ergebnissen des Projektes habe ich von der federführenden Stelle, der Stiftung sächsische Gedenkstätten, eine Tabelle mit den Namen der hier in Hemer beerdigten Gefangenen erhalten.
Darin ist der gesuchte Namen enthalten!
Hier die Informationen aus der Liste:
Karpuchin, Alexej, geboren am 20.5. 1914 im Gebiet Moskau, Erkennungsmarken-Nummer: 131691. gestorben am 6.6. 1944 (!) und begraben auf dem Duloh- Friedhof (in den Listen wird die Katasterbezeichnung des Grundstücks aufgeführt: Flur 34, Parzelle 76/4) Reihe 7, Grab 152/1599.
In einer anderen Liste aus dem Jahre 1973 der "Gräberliste für öffentlich gepflegte Gräber" ist der Name Alexej Karpuchin ebenfalls enthalten. Das Geburtsdatum und der Geburtsdatum waren damals nicht fest zu stellen und es sind folglich keine Angaben in dieser Liste zu finden, auch die Angabe über das Sterbedatum fehlt! Ich kann allerdings nicht erklären, dass in dieser Liste das Datum der Beerdigung mit 30.5. 1945 angegeben ist.
Gibt es eine zweite Person, die Alexej Karpuchin hieß? Wenn der 30.5. 1945 richtig ist, wäre er nach der Befreiung des Lagers am 14.April 1945 gestorben. Normalerweise wurde aber nach der Befreiung die Personendaten besonders sorgfältig erhoben.
Dann könnte man evtl. eine Sterbeurkunde des Standesamtes Hemer von 1945 finden. Ob nun in dieser Liste von 1973 die selbe Person gemeint ist, kann ich so nicht feststellen, da darin kein Geburtsdatum steht.
Unabhängig davon, welche Angaben nun stimmen, kann man allgemein sagen, dass man auf den Friedhof auf dem Duloh keine Einzelgräber mit einem Grabstein für sowjetische Kreisgefangene finden kann.
Die bis 1949 vorhandene Kennzeichnung der Grabreihen und Gräber (bei Massengräbern sind in einem sogenannten Grab ca. 10-12 Menschen beerdigt worden) ist entfernt und die gesamte Friedhofsfläche eingeebnet worden. Die Massengräber liegen heute unter einer Rasenfläche.
Wenn Sei Informationen über den Friedhof in russischer Sprache haben möchten, so kann ich Ihnen die Internetseite
www.stalag-via.de empfehlen. Ganz unten auf der Seite finden Sie als pdf-Datei eine russischsprachige Broschüre.
Beide Kriegsgefangenen-Friedhöfe in Hemer sind frei zugänglich und immer offen. Wenn Sie einen Besuch in Hemer planen, kann ich Sie gerne begleiten und Sie können sich auch die Gedenkstätte für das Stalag VI A ansehen.
Kennen Sie die neue Stalag-Broschüre in deutscher Sprache? Wenn Sie diese haben möchten, teilen Sie mir bitte Ihre Postadresse mit.
Thomas, Eberhard
http://www.stalag-via.de/stalruss.pdf